“Wie gehe ich mit diesen Daten um?”, lautet die alles entscheidende Frage, über die sich CIOs tagtäglich den Kopf zerbrechen. Schließlich dreht es sich längst nicht mehr nur darum, die Informationen irgendwo abzulegen. Denn in den gigantischen Datenbergen schlummern wertvolle Informationen, die, richtig aufbereitet, einen wertvollen Beitrag für das eigene Geschäft leisten können. Doch davon sind die meisten Unternehmen weit entfernt.
Bevor das ECM-Vorhaben beginnt, müssen sich die Verantwortlichen darüber klar werden, welche Anforderungen erfüllt und welche Ziele mit dem System erreicht werden sollen. Das klingt banal, ist jedoch meist alles andere als trivial.
Prof. Leisenberg ist Mitglied des Expertenrates ECM der COMPUTERWOCHE. Einige Ergebnisse seiner Arbeit wurden kürzlich veröffentlicht.
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Dass Facebook, Twitter und Co. die Kommunikation, aber auch die Organisationsstruktur dauerhaft beeinflussen, spüren viele Unternehmen und Organisationen. Schließlich nutzt bereits jede zweite Organisation in Deutschland soziale Medien. 14 Prozent planen darüber hinaus den Einsatz im kommenden Jahr. Social Media Plattformen bieten ihren Mitgliedern im Sinne des Netzwerkgedankens die Möglichkeit, sich mit anderen Mitgliedern, Organisationen sowie Verbänden virtuell auf der Plattform oder persönlich auf Veranstaltungen auszutauschen. Gerade im Unternehmen nehmen sie eine wichtige Rolle in der Zusammenarbeit ein: Mitarbeiter können sich optimal vernetzen und Wissen unkompliziert austauschen. Innovative Web 2.0-Anwendungen fördern bei Cisco beispielsweise eine Unternehmenskultur, die darauf abzielt, Wissen und Erfolge zu teilen. Individuell angepasste Wiki- und Blog-Plattformen beispielsweise bieten den dafür notwendigen Freiraum und setzen die Kreativität von Menschen in Social Business Networks frei.
„Firmen können das Web 2.0 ignorieren, aber das Web 2.0 ignoriert die Unternehmen noch lange nicht“, so Prof. Dr. Manfred Leisenberg. „Bevor ein Unternehmen jedoch darüber nachdenkt, Web 2.0 für sich zu nutzen, muss untersucht werden, ob das Unternehmen überhaupt für Social Media Applikationen bereits ist – das ist vor allem eine Frage der Unternehmenskultur.“
Warum ist Social Media für Unternehmen heute so wichtig? Welche Grundsätze müssen in die Unternehmensrichtlinien einfließen? Und welche Lösungen bieten sich für Unternehmen an? Diese und weiter Aspekte diskutieren Prof. Dr. Manfred Leisenberg, Professor für Wirtschaftsinformatik an der privaten Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld und Autor des Ratgebers „Web 2.0 im Unternehmen“ (http://www.web-zweinull-unternehmen.de/), und Ernst Engelmann, Business Development Manager Collaboration bei Cisco, in einem Cisco IT Podcast gemeinsam mit dem Moderator Wolfgang Rudolph.
Web 2.0 und Enterprise 2.0 – wie wird sich die Arbeitswelt verändern?
Zu dieser Thematik hält Prof. Leisenberg einen Vortrag bei INVOLVA am
Donnerstag, 16. September 2010, 16:00 – 18:00 Uhr
Stieghorster Str. 60, 33605 Bielefeld
Die Umsetzung der Prinzipien der Social Software im Unternehmen verändert die Unternehmenskultur. Wir meinen in unserem Buch „Web 2.0 im Unternehmen“, dass diese Veränderung positiv zu bewerten ist und letztlich gegenkulturelle Gesellschaftskonzepte aus den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts umzusetzen versucht.
Unternehmensethik – die praktische Philosophie, welche sich mit dem menschlichen Handeln in betrieblichen Umgebungen befasst – steht ganz offensichtlich auch im Zusammenhang zur neuen Unternehmenskultur 2.0. Das kürzlich eröffnete Portal xethix hat es sich u.a. zur Aufgabe gemacht, diesem Zusammenhang nachzugehen. Daher wird Prof. Leisenberg zukünftig als Kooperationspartner bei xethix mitwirken.
Ursula Coester, eine der Macherinnnen des neuen Portals, beschreibt das Anliegen von xethix so:
„Das Klima für Unternehmen sowie im beruflichen Alltag wird zunehmend rauer: Wirtschaftskrise, Kurzarbeit, Machtkämpfe, Vergütungsdebatten, Entlassungen und vieles mehr tragen dazu bei, dass Menschen den Eindruck gewinnen, in einer Ellenbogengesellschaft zu leben. Die Macher der Plattform für ethisches Miteinander, www.xethix.com, wollen dem entgegentreten und künftig den Austausch von Strategien sowie Ideen im Hinblick auf ethische Fragen des Wirtschaftens unterstützen. Ziel der Plattform ist es, die Grundsätze ethischer Unternehmensführung zu fördern und zu verbreiten sowie zu zeigen, dass ethisches Denken und Handeln mit unternehmerischen Geschäftszielen in Einklang zu bringen ist. Mittlerweile lässt sich unethisches Handeln von Unternehmen nicht mehr so leicht verbergen – weder vor der Öffentlichkeit noch vor den eigenen Mitarbeitern. Das Web 2.0 macht vieles transparent, was früher hätte verschwiegen werden können – bestes Beispiel die Kampagne gegen Jack Wolfskin oder jetzt aktuell BP und die Ölkatastrophe. Ein Grund mehr also für Unternehmen, sich mit Ethik und Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen.
Im Sinne des Netzwerkgedankens wird den Mitgliedern der Plattform die Möglichkeit geboten, sich mit anderen Mitgliedern, Organisationen sowie Verbänden virtuell auf der Plattform oder persönlich auf Veranstaltungen auszutauschen.
Die Plattform bietet einen für jedermann zugänglichen Informationspool an Nachrichten sowie Fachartikeln zum Thema Ethik und Nachhaltigkeit. In einem geschlossenen Bereich für Mitglieder können sich diese dann zu einzelnen Fragen austauschen, Beiträge kommentieren und Kontakte untereinander sowie zu Experten der verschiedenen Disziplinen knüpfen. „
Wir sind gespannt darauf, welche neuen Gespräche, die natürlich hier im Blog dokumentiert werden, sich aus der Kooperation ergeben.
Voe mehr als zwei Wochen wurde das neue Buch “Web 2.0 im Unternehmen” von Manfred Leisenberg und Frank Roebers veröffentlicht:
Wir wollen mit diesem Buch aufzeigen, welche Auswirkungen das Netz auf Unternehmen hat oder haben kann und gehen der Geschichte dieser Entwicklung nach. Zunächst sehen wir uns die Wurzeln in der offenen Softwareentwicklung an. Später wagen wir einen noch größeren Bogen und zeigen auf, wie sich das heutige Netz sogar als später Sieg der revolutionären 68er Bewegung beschreiben lässt. Wir stellen die wichtigsten Werkzeuge des heutigen Netzes ausführlich und praxisbezogen dar und zeigen, was man damit alles bewirken kann. Dabei haben wir die Sicht des Praktikers mit der des Wissenschaftlers verbunden. Viele Themen sind sicher Zündstoff für kontroverse Diskussionen. Zudem gehen wir ausführlich auf typische Fragen beim Einsatz von Web 2.0 ein.
Hier einige ausgewählte Beispiele von Fragen, die wir im Buch behandeln: Wie optimiere ich den Unternehmensauftritt im sozialen Netz, um bei höchster Reichweite meine eigene Kommunikationsstrategie umzusetzen? Wie kann ich Web 2.0 für das Marketing einsetzen. Lässt sich die Wettbewerbsanalyse mit den Werkzeugen des Web 2.0 effektiv gestalten. Wie setze ich ein Social Media Monitoring auf. Oder – was ist zu tun, um die digitale Reputation von Unternehmen oder Privatpersonen mit Hilfe von Web 2.0 aufzubauen und zu schützen? Welche Auswirkungen haben Web 2.0 und Enterprise 2.0 auf die Unternehmenskultur? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um die sozialen Werkzeuge im Unternehmen einzusetzen?
Großen Raum nimmt dabei die Darstellung von instruktiven Unternehmensbeispielen ein. Ausführlich analysieren und erläutern wir die Erfahrungen, welche drei mittelständische Unternehmen beim Einsatz von sozialer Software gemacht haben: die SYNAXON AG in Bielefeld, die Gütersloher WESTAFLEX GmbH und die FROSTA AG. Gerade auf diesen Teil darf der Leser sehr gespannt sein, da er ermöglicht abzuschätzen, welche Erfolge und Schwierigkeiten beim Einsatz der Web 2.0- Werkzeuge im eigenen Unternehmen zu erwarten sind.
Wir hatten nicht damit gerechnet, dass wir bereits nach wenigen Tagen schon auf den vorderen Plätzen der Bestsellerlisten stehen. Vielen Dank allen Käufern!
Diskussionen zum Buch können sowohl hier, als auch über einen speziellen Blog geführt werden.
Hier eine Rezension der COMPUTERWOCHE: